Cammilli Firenze: Sultana und HELIA setzen Gold in Bewegung
Mit Sultana und HELIA 2027 zeigt Cammilli Firenze zwei unterschiedliche Facetten seiner skulpturalen Goldschmiedekunst. Während Sultana drei charakteristische Goldnuancen mit Diamanten und geschichteten Formen verbindet, setzt HELIA auf großzügigere Flächen, fließende Volumen sowie Varianten mit unterschiedlichem Diamantbesatz. Beide Kollektionen eint die Idee, Gold nicht nur als Material, sondern als formbares Spiel aus Farbe, Licht und Bewegung einzusetzen.
Drei Goldnuancen in einem Entwurf
Die Sultana Ohrringe kombinieren 18-karätiges White Ice, Natural Beige und Black Lava Gold. Statt die drei Legierungen als klar voneinander getrennte Flächen zu behandeln, führt Cammilli sie in weich geschwungenen, übereinanderliegenden Formen zusammen. Diamanten setzen helle Akzente und verstärken den Kontrast zwischen den unterschiedlich getönten Oberflächen.

Die ungewöhnlichen Goldfarben gehören zu den wichtigsten gestalterischen Mitteln der Marke. Sie entstehen nicht allein durch die Legierung, sondern auch durch eine gezielte Oberflächenbearbeitung. Mattierte Partien nehmen das Licht weich auf, polierte Kanten und Diamanten setzen dagegen präzise Glanzpunkte. Dadurch wirken die einzelnen Ebenen der Ohrringe deutlich plastischer.
Skulpturale Formen aus Florenz
Cammilli entwickelt seine Schmuckstücke aus einem bildhauerischen Verständnis heraus. Charakteristisch sind asymmetrische Kurven, Vertiefungen und fließende Übergänge. Bei Sultana entsteht daraus eine kompakte, zugleich bewegte Silhouette: Die Goldflächen erinnern weniger an geometrische Konstruktionen als an gefaltete oder vom Wind geformte Materialien.

Getragen wurden die Ohrringe von Carlotta Fiasella Garbarino bei den 83. Internationalen Filmfestspielen von Venedig. Die Kulisse des Lido macht sichtbar, wie die drei Goldtöne auf wechselndes Licht reagieren: White Ice wirkt kühl und hell, Natural Beige vermittelt zwischen den Farbbereichen, während Black Lava die Konturen verdichtet.

Farbe in Gold
Die Besonderheit von Sultana liegt in der Goldpalette selbst. Cammilli behandelt das Edelmetall wie ein farbiges Material und nutzt Oberflächen, Schatten und Volumen als Teil der Komposition. Die Diamanten bleiben wichtige Lichtpunkte, überlassen den drei Goldnuancen jedoch die Hauptrolle.
HELIA 2027: Licht und Gold als neues Kapitel
Mit HELIA 2027 führt Cammilli die skulpturale Arbeit am Gold in eine neue Kollektion über. Vorgestellt wurde sie am 4. und 5. Oktober 2026 in Florenz im Rahmen von „Beyond The Curtain“. Die Präsentation verband einen Besuch der Collezione Casamonti mit einer Inszenierung im restaurierten Teatro Nazionale.


HELIA arbeitet mit großzügigen Goldflächen und bewusst nicht vollständig symmetrischen Formen. Die Formen werden nach Angaben der Marke direkt in Wachs von Hand modelliert. Neben einer vollständig goldenen Classique-Version umfasst die Kollektion zwei- und mehrfarbige Ausführungen sowie die diamantbesetzten Varianten Pavé, Rivière und Galaxy.









