Von Trump über Vollkalender bis Schmuck – Rolex sorgt für mediales Blätterrauschen

Rolex ist immer eine Meldung wert. Und obwohl die Marke bezüglich Strategien erfolgreich verschwiegen ist, werden diese derzeit ausführlich in den internationalen Gazetten behandelt.

Und ja, es gibt schon wieder Berichtenswertes über die Marke mit der Krone: Von Rolex x Trump, über große Formate, komplizierte Angelegenheiten bis zum Schmuck mit dem Kronen-Logo reicht das journalistische Angebot.

Nach Trump als Rolex-Gast beim US-Open-Finale, der Berufung einer neuen Rolex-Verwaltungsrätin mit besten Trump-Kontakten, Trump als Gastgeber einer Schweizer Wirtschaftsdelegation inklusive Rolex-Chef Jean-Frédéric Dufour geht es auch um Uhren.

Obwohl: Irgendwie hat Trump mit dieser einen Neuheit aus dem Hause Rolex dann doch zu tun. Es geht um eine Tischuhr der Marke, welche nach dem Dufour-Besuch im Weißen Haus plötzlich auf dem sogenannten Resolute Desk im Oval Office platziert war – mittlerweile ist sie übrigens wieder verschwunden.

Welchen Einfluss auch immer dieses Geschenk inmitten der Schweizer Zoll-Verhandlungen auf den US-Präsidenten gehabt haben mag, interessant ist, dass kurz darauf im offiziellen Rolex-Portfolio eine Tischuhr für jedermann auftauchte.

Eine Quarz-Rolex für den Schreibtisch

Die „Submariner Tischuhr“ in Form einer beweglichen Halbkugel auf ringförmigem Sockel beherbergt in ihrem 80-Millimeter-Edelstahlgehäuse ein – ja wirklich – Quarzwerk.

Rolex Tischuhr

Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen gehören unter anderem eine Lünette mit einer feststehenden Cerachrom-Zahlenscheibe aus schwarzer Keramik mit 60-Minuten-Graduierung, eine im Dunkeln blau nachleuchtende Chromalight-Anzeige sowie eine Zykloplupe zur Vergrößerung des Datums bei 3 Uhr.

Das Quarzwerk bietet neben Uhrzeit und Datum einen säkularen Kalender. Dieser Mechanismus stellt sich automatisch auf Monate mit 28, 30 oder 31 Tagen ein, erkennt Schaltjahre – in denen der Februar 29 Tage hat – und berücksichtigt auch Ausnahmen ohne Schaltjahr. Der UVP beträgt stolze 10.170 €. Apropos Kalenderfunktion:

Kommt die „Padellone“ zurück?

Diese Frage stellt sich das auf die Marke Rolex fokussierte Coronet Magazine. „Padellone” ist der italienische Ausdruck für „große Pfanne“ und Spitzname einer seltenen, für ihre Zeit großen (38 mm) Rolex-Automatikuhr (Referenz 8171) aus den frühen 1950er-Jahren.

Das macht es noch nicht interessant. Wohl aber die Komplikationen dieser Uhr: Vollkalender und Mondphase. Auf Chrono24 werden aktuell gerade einmal 8 „Padellone“-Modelle angeboten, zu Preisen von 90.000 über 240.000 € bis zu „Auf Anfrage“.

Rolex Sky Dweller

Was daran spannend ist? Ganz einfach: Im Rolex-Portfolio sind solche Komplikationen aktuell nicht vertreten. Es gibt Modelle mit Datum, Chronograph und zweiter Zeitzone. In puncto große Komplikationen muss Rolex aktuell aber passen. Einzige Ausnahme ist die „Oyster Perpetual Sky‑Dweller“ mit Jahreskalender.

Doch dieses Modell könnte bald komplizierte Gesellschaft bekommen.

Wird Rolex komplizierter?

Rolex hat kürzlich ein Patent eingereicht, das einen Dreifachkalender mit Tages- und Monatsanzeige bei 12 Uhr und einem zentralen Datumszeiger beschreibt – eine Konfiguration, die an die „Padellone“ aus den 1950er-Jahren erinnert.

Spätestens der Zusatz – „Zusätzlich oder alternativ kann beispielsweise eine Mondphasenanzeige vorhanden sein“ – lässt bei Rolex-Spezialisten die Referenz 8171 vor dem inneren Auge erscheinen. Und wie es der „Zufall“ so will, hat Rolex außerdem im September dieses Jahres den Begriff „Padellone“ offiziell als Marke eintragen lassen.

Das Magazin Time & Tide berichtet ausführlich über diese Vorgänge und kommt zu dem Schluss:

„Mit der ‚1908‘ und der ‚Land-Dweller‘ hat die Marke innerhalb von nur zwei Jahren zwei völlig neue Linien klassischer Uhren eingeführt – ein Indiz für den sich wandelnden Geschmack der Rolex-Käufer. Beide Modelle waren erfolgreiche Markteinführungen und trotzten damit dem üblichen Trend zur Wertstabilität bei eleganten Uhren. Im Vergleich dazu werden die eleganten Kollektionen von Patek Philippe mit einem Preisnachlass von rund 40 Prozent gehandelt.“

Rolex kann auch Schmuck

Ob und wann eine neue Rolex mit Vollkalender und Mondphase die Handgelenke der Uhrenliebhaber schmücken wird, steht in den Sternen. Bis dahin können sich die Rolex-Jünger aber mit Manschettenknöpfen ihrer Lieblingsmarke trösten. Ja, richtig gelesen.

Rolex Cufflinks

Rolex macht jetzt auch in Männerschmuck. Ein echtes Novum im Land der Krone, in dem es bislang keine Accessoires gab. Zur Auswahl stehen Gelb-, Weiß- oder Everose-Gold sowie die Linien „Krone“, „Zeiger“ mit Leuchtmasse und „Riffeldesign“ mit Keramik. Kostenpunkt: 5.800 € – dafür gäbe es schon eine „Oyster Perpetual 28“ …

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