Richemont verkauft Baume & Mercier an italienische Damiani-Gruppe
Im November kam das Gerücht auf, dass ein Verkauf der Richemont-Uhrenmarke Baume & Mercier in Planung sei. Das Magazin Glitz berichtete, dass es Verhandlungen über ein Management-Buyout gebe. Dazu ist es nicht gekommen, eine Übernahme wurde nun dennoch bekanntgegeben.
Und zwar durch den italienischen Luxusgüter- und Schmuckkonzern Damiani, mit dem Richemont eine Vereinbarung zur vollständigen Übernahme von Baume & Mercier unterzeichnet hat. Der Abschluss der Transaktion wird im Sommer 2026 erwartet.
Mit dieser Akquisition erweitert die familiengeführte Damiani-Gruppe ihr Portfolio an Luxusgütern, zu dem bereits die Schmuckmarken Damiani, Salvini, Bliss und Calderoni sowie Venini (Glasmanufaktur aus Murano) und der Luxus-Mehrmarkenvertrieb Rocca gehören.
Richemont und die Damiani-Gruppe sind überzeugt, dass Baume & Mercier sein langfristiges Potenzial am besten innerhalb der Damiani-Gruppe ausschöpfen kann, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Grund seien die starke Präsenz des Hauses in Italien, sein überwiegend auf dem Großhandel basierendes Multibrand-Vertriebsmodell und seine Positionierung im Luxusuhrensegment.
Um den langfristigen Erfolg von Baume & Mercier zu sichern, plant die Damiani-Gruppe, die Sichtbarkeit und Reichweite des Hauses durch ihr umfangreiches Multibrand-Vertriebsnetz und die schrittweise Eröffnung ausgewählter Monobrand-Boutiquen an strategischen Standorten zu stärken.
Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, während die Damiani-Gruppe die Integration von Baume & Mercier vorbereitet, wird Richemont die Marke nach Abschluss der Transaktion für mindestens zwölf Monate übergangsweise operativ betreuen.






