AP x Swatch Royal Pop: Audemars Piguet meldet Web-Rekord
Audemars Piguet-CEO Ilaria Resta berichtet laut einem Bericht des US-Magazins Bloomberg von einer überwältigenden Resonanz auf das Kooperationsmodell „Royal Pop“, das kürzlich gemeinsam mit der Marke Swatch auf den Markt gebracht wurde.
„Unsere Website verzeichnete an nur einem Tag mehr als zehnmal so viele Besucher wie sonst im gesamten Jahr“, sagte Audemars Piguet-CEO Ilaria Resta im Interview mit Bloomberg Television zur „Royal Pop“.
Doch nicht nur die Website von Audemars Piguet stieß auf großes Interesse. Die Markteinführung der „Royal Pop“ sorgte weltweit für einen solchen Andrang, dass einige Swatch-Filialen aus Sicherheitsgründen schließen mussten oder teilweise gar nicht erst öffnen konnten. Auch auf dem Gebrauchtmarkt war die Nachfrage enorm und übertraf das Debüt der „MoonSwatch“ im Jahr 2022 bei Weitem.
Resta rief die Käufer zur Geduld auf und erklärte, dass die „Royal Pop“ mehrere Monate erhältlich bleiben werde. Eine ähnliche Aussage hatte auch Swatch getroffen, nachdem das Unternehmen am Verkaufsstart gezwungen gewesen war, rund 20 der 220 teilnehmenden Geschäfte zu schließen, weil die Betreiber der Einkaufszentren den Besucherandrang nicht bewältigen konnten.
Beide Unternehmen haben jedoch bislang nicht konkret angegeben, wie lange die Uhr erhältlich sein wird. In der Branche kursiert das Gerücht, dass die Produktion nach acht Monaten eingestellt werden könnte.
Die Zusammenarbeit von Audemars Piguet und Swatch hatte einige Branchenkenner überrascht, da der exklusive Uhrenhersteller für seine auf Knappheit basierende Markenstrategie bekannt ist. Laut einem gemeinsamen Bericht von Morgan Stanley und LuxeConsult verkaufte Audemars Piguet im vergangenen Jahr rund 50.000 Uhren, die Produktion soll auf rund 60.000 ausgeweitet werden. Zum Vergleich: Swatch setzte dem Bericht zufolge rund 4,4 Millionen Uhren ab.
Im Bloomberg-Interview erklärte Ilaria Resta, dass die Kooperation Teil einer umfassenderen Strategie sei, um jüngere Käufer und Neukunden anzusprechen – und das in einer Zeit, in der die Uhrenbranche unter strukturellem Druck steht. „Niemand braucht eine Uhr, um die Zeit abzulesen“, sagte sie.






