EveryWatch-Report 2026: Die erfolgreichsten Luxusuhren auf dem Secondhandmarkt
EveryWatch ist eine datengetriebene Analyse- und Marktplattform für Luxusuhren mit Schwerpunkt auf dem Sekundärmarkt. Sie aggregiert Angebote, Auktionsergebnisse und Preisdaten aus aller Welt.
Die Marktanalyse von EveryWatch umfasst nach eigenen Angaben rund 7,9 Millionen Inserate von mehr als 1.900 Händlern und Auktionshäusern sowie eine Datenbank mit historischen Verkaufspreisen von über 500.000 Uhren seit 1989. Ausgewertet werden die Entwicklungen der Marktwerte einzelner Referenzen und Kollektionen.
Rolex verteidigt Spitzenposition im Secondhand-Markt
Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehört, dass Rolex seine Spitzenstellung im Pre-owned-Uhrenmarkt nicht nur behauptet, sondern weiter ausgebaut hat.
Konkret blieb im ersten Halbjahr 2026 die „Daytona“-Kollektion mit 962 Millionen US-Dollar die umsatzstärkste auf dem internationalen Secondhand-Markt. Knapp dahinter folgt die „Datejust“ mit 940 Millionen US-Dollar, was einem Wachstum von 44 Prozent entspricht. Gemeinsam standen diese beiden Rolex-Kollektionen für nahezu 1,9 Milliarden US-Dollar Handelsvolumen auf dem Sekundärmarkt im ersten Halbjahr 2026.

Den größten Sprung mit +60 Prozent verzeichnete jedoch die „GMT-Master II“ von Rolex, nachdem die Einstellung der zweifarbigen Pepsi-Lünetten-Version Sammler dazu veranlasste, die verbliebenen Exemplare auf dem Markt zu sichern.
Rangfolge im Pre-owned-Markt ist in Bewegung
Laut EveryWatch hat sich im ersten Halbjahr 2026 die Rangfolge der wichtigsten Uhrenkollektionen spürbar verändert – auch wenn die bekannten Spitzenreiter ihre Positionen behaupten konnten. Rolex belegt weiterhin drei der fünf umsatzstärksten Plätze, doch die Wachstumsraten zeigen, wo sich die Nachfrage derzeit besonders dynamisch entwickelt.
Rangfolge im Pre-owned-Markt ist in Bewegung
Laut EveryWatch hat sich im ersten Halbjahr 2026 die Rangfolge der wichtigsten Uhrenkollektionen spürbar verändert – auch wenn die bekannten Spitzenreiter ihre Positionen behaupten konnten. Rolex belegt weiterhin drei der fünf umsatzstärksten Plätze, doch die Wachstumsraten zeigen, wo sich die Nachfrage derzeit besonders dynamisch entwickelt.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die „Daytona“ von Rolex bleibt mit 962 Millionen US-Dollar (+37 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum) die umsatzstärkste Uhrenkollektion.
- Die „GMT-Master II“ von Rolex verzeichnete mit +60 Prozent auf 466 Millionen US-Dollar den stärksten Zuwachs unter den umsatzstärksten Kollektionen und überholte damit die „Submariner“ von Rolex (465 Millionen US-Dollar).
- Die „Aquanaut“ von Patek Philippe überholte erstmals die „Royal Oak Offshore“ von Audemars Piguet: 225 Millionen US-Dollar (+65 %) gegenüber 203 Millionen US-Dollar (+18 %).
- Die Referenz „126710BLRO“, die zweifarbige „Pepsi Jubilee GMT-Master II“ von Rolex, war mit 43,99 Millionen US-Dollar Umsatz (+78 %) die meistverkaufte Einzelreferenz.
- Die „Black Bay“ von Tudor erzielte mit 95 Prozent die höchste Umschlagshäufigkeit aller beobachteten Modelle.
- Rolex stellt mit „Daytona“, „Datejust“ und „Day-Date“ drei der fünf umsatzstärksten Uhrenkollektionen.
Die „Nautilus“ von Patek Philippe, die viele Marktbeobachter an der Spitze erwartet hätten, belegte mit 150 Millionen US-Dollar Umsatz Platz vier der umsatzstärksten Kollektionen auf dem Secondhandmarkt – obwohl ihr Wachstum höher ausfiel als das der drei vor ihr platzierten Kollektionen von Rolex und Audemars Piguet.
Deshalb legte die GMT-Master II von Rolex um 60 Prozent zu
Die „GMT-Master II“ steigerte ihren Marktwert im ersten Halbjahr 2026 um 60 Prozent auf 466 Millionen US-Dollar – der stärkste Zuwachs aller großen Uhrenkollektionen.
Als Hauptgrund gilt die Einstellung der zweifarbigen Pepsi-Lünetten-Referenz. Wird eine Referenz aus dem Programm genommen, sinkt das verfügbare Angebot, während die Nachfrage gleichbleibt oder sogar steigt. Dieses Ungleichgewicht schlägt sich unmittelbar in höheren Preisen auf dem Pre-owned-Markt nieder.
Der Effekt beschränkte sich nicht auf die aktuelle Modellgeneration: Auch die Vintage-„GMT-Master“ gewann sieben Plätze im Ranking hinzu und legte um 57 Prozent auf 47 Millionen US-Dollar zu. Die Einstellung einer einzelnen Referenz kann somit die gesamte Modellfamilie aufwerten.
Aquanaut überholt Royal Oak Offshore
Die „Aquanaut“ von Patek Philippe erreichte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 225 Millionen US-Dollar, was einem Plus von 65 Prozent entspricht. Damit übertraf sie erstmals die „Royal Oak Offshore“ von Audemars Piguet, die auf 203 Millionen US-Dollar (+18 %) kam.
Entscheidend ist dabei vor allem das deutlich höhere Wachstum der „Aquanaut“: Sie wächst derzeit mehr als dreimal so schnell wie die „Royal Oak Offshore“.
Der Trend betrifft nicht nur ein einzelnes Modell. Auch der „Perpetual Calendar“ von Patek Philippe legte um 65 Prozent auf 215 Millionen US-Dollar zu, während die Chronographen-Kollektion sieben Plätze im Ranking gutmachte und um 55 Prozent wuchs.
Diese Zahlen deuten darauf hin, dass Sammler zunehmend auch komplizierte Patek-Philippe-Modelle nachfragen und sich nicht mehr ausschließlich auf die bekannten Sportuhren aus Edelstahl konzentrieren.
Diese Uhrenkollektionen wachsen 2026 am schnellsten
Rolex behauptet weiterhin die Spitzenposition im Ranking, angeführt von den „Daytona“-Modellen mit Cerachrom-Lünette und den eingestellten GMT-Referenzen. Mit einem Handelsvolumen von 43,99 Millionen US-Dollar (+78 % gegenüber dem Vorjahr) ist die 126710BLRO, die zweifarbige „Pepsi Jubilee GMT-Master II“ von Rolex, die umsatzstärkste Einzelreferenz. Dass ausgerechnet dieses Modell die Rangliste anführt, zeigt, wie deutlich sich seine Einstellung bereits in den Transaktionsdaten des Sekundärmarkts widerspiegelt.

Auch außerhalb der Top Ten konnten mehrere Kollektionen zweistellige Wachstumsraten erzielen. Besonders hervorzuheben ist die „Tank“ von Cartier, die um 52 Prozent auf 93 Millionen US-Dollar zulegte und auf Rang 19 aufstieg. Auch Breitling zeigte mit der „Navitimer“ (+44 %) und der „Chronomat“ (+45 %) deutliche Wachstumsraten. Beide Kollektionen verbesserten ihre Platzierungen im Ranking.
Die „Code 11.59“ von Audemars Piguet sowie die „Chronograph Collection“ von Patek Philippe wuchsen jeweils um 55 Prozent und kletterten um sieben Plätze. Das zeigt, dass das Marktwachstum im ersten Halbjahr 2026 weit über die üblichen Bestseller hinausging.
Ausblick auf das zweite Halbjahr 2026
Die Einstellung von Referenzen entwickelt sich zunehmend zu einem messbaren Treiber für Preise und Nachfrage auf dem Sekundärmarkt. Das erste Halbjahr 2026 lieferte dafür mit der „GMT-Master II“ und der „Pepsi Jubilee“ zwei besonders deutliche Beispiele.
Der Aufstieg der „Aquanaut“ sowie die starke Entwicklung komplizierter Patek-Philippe-Modelle zeigen zudem, dass Sammler ihr Interesse zunehmend über die klassischen Sportuhren aus Edelstahl hinaus ausweiten.
Sollte die aktuelle „Daytona 126500LN“ von Rolex ihr derzeitiges Wachstumstempo beibehalten, dürfte die Vorgängerreferenz im weiteren Jahresverlauf weiter an Marktanteilen verlieren.
Quelle: everywatch.com






