Hands-On: Laco Stuttgart PRO mit grünem Zifferblatt
Es gibt Uhrendesigns, die kaum einer Erklärung bedürfen. Die klassische Fliegeruhr gehört zweifellos dazu. Klare Anzeigen, markante Zeiger und eine Gestaltung, bei der die Ablesbarkeit seit jeher an erster Stelle steht. Mit der Stuttgart PRO bleibt Laco diesen Grundsätzen treu – bringt mit dem neuen grünen Zifferblatt aber eine Farbe ins Spiel, die dem vertrauten Erscheinungsbild ausgesprochen gut steht.
Für unser Hands-On konnten wir die Stuttgart PRO im Laco-Konfigurator selbst zusammenstellen. Unsere Wahl fiel auf 40 Millimeter Durchmesser und das grüne Typ-A-Zifferblatt, ergänzt um ein dekoriertes Automatikwerk in Elaboré-Ausführung und einen Saphirglas-Sichtboden. Getragen haben wir die Uhr gleich in zwei Varianten: am Edelstahlarmband und am dunkelbraunen Lederband mit Nieten und Faltschließe.
Das Ergebnis bleibt unverkennbar Laco und unverkennbar Fliegeruhr. Gleichzeitig zeigt sich bereits nach kurzer Zeit am Handgelenk, wie sehr Farbe und Armband die Wirkung eines so etablierten Designs maßgeblich beeinflussen.

Ein vertrautes Zifferblatt in neuem Grün
Das grüne Zifferblatt ist der Blickfang unserer Stuttgart PRO. Dabei verändert Laco nicht das vertraute Baumuster Typ A, sondern lediglich dessen Wirkung. Große arabische Ziffern, die prägnante Minuterie und das charakteristische Dreieck bei zwölf Uhr geben weiterhin den Ton an.



Die neue Farbe nimmt dem funktionalen Design etwas von seiner gewohnten Strenge. Abhängig vom Licht erscheint das Grün mal satt und präsent, mal deutlich dunkler und zurückhaltender. Auch die Datumsanzeige bei drei Uhr fügt sich harmonisch ein: Laco stimmt die Datumsscheibe auf das Grün des Zifferblatts ab, sodass sie die klare Gestaltung kaum unterbricht.

Gerade in Verbindung mit dem gebürsteten Edelstahl entsteht so ein schönes Zusammenspiel aus klassischer Formensprache und etwas zeitgemäßerer Farbgebung. Im Dunkeln zeigt die Stuttgart PRO wiederum ihre ganz klassische Fliegeruhren-Seite: Die Leuchtmasse auf Zeigern, Ziffern und Markierungen sorgt für eine klare Ablesbarkeit und lässt das charakteristische Typ-A-Layout besonders deutlich hervortreten.
Angenehme Proportionen am Handgelenk
Unsere Wahl fiel auf einen Gehäusedurchmesser von 40 Millimetern – eine Größe, die der Stuttgart PRO sehr gut steht. Das Zifferblatt besitzt ausreichend Fläche für die typische Großzügigkeit einer Fliegeruhr, während die Uhr am Handgelenk angenehm ausgewogen bleibt.

Das Edelstahlgehäuse ist vollständig gebürstet und fügt sich damit ganz selbstverständlich in den funktionalen Charakter des Modells ein. Die Oberflächen wirken sauber und bewusst unaufgeregt, während die seitliche FL23883-Gravur unserer Ausführung einen kleinen historischen Akzent setzt.

Sehr angenehm fällt im Alltag auch das innen und außen entspiegelte Saphirglas auf. Reflexionen werden deutlich reduziert und der Blick bleibt frei auf das Zifferblatt – nicht unwichtig bei einer Uhr, deren Reiz zu einem guten Teil darin liegt, wie sich das Grün unter wechselnden Lichtverhältnissen verändert.
Zwei Armbänder, zwei unterschiedliche Seiten
Fast ebenso interessant wie das neue Grün war im Hands-On der Wechsel zwischen unseren beiden Armbändern. Denn obwohl die Uhr selbst identisch bleibt, verändert sich ihre Wirkung erstaunlich deutlich.
Am Edelstahlarmband präsentiert sich die Stuttgart PRO etwas moderner und zurückhaltend elegant. Das Band greift die gebürstete Oberfläche des Gehäuses auf und lässt Uhr und Armband optisch wie aus einem Guss erscheinen. Zusammen mit dem grünen Zifferblatt entsteht eine Kombination, die sich sehr unkompliziert in den Alltag einfügt.

Das dunkelbraune Lederband mit Nieten und Faltschließe schlägt dagegen stärker die Brücke zur klassischen Fliegeruhr. Braun und Grün harmonieren ausgesprochen schön miteinander, während die Nieten den historischen Charakter des Designs aufgreifen. Die Stuttgart PRO wirkt damit etwas wärmer und traditioneller, ohne altmodisch zu erscheinen.


Einen eindeutigen Favoriten braucht es deshalb eigentlich nicht. Edelstahl unterstreicht die moderne Seite des grünen Zifferblatts, das dunkelbraune Lederband die klassische Herkunft der Uhr. Gerade die Möglichkeit, zwischen beiden Charakteren zu wechseln, hat uns im Hands-On gut gefallen.
Ein Blick auf die Mechanik
Auf der Rückseite wird die Stuttgart PRO etwas verspielter. In unserer Ausführung gibt ein Saphirglas-Sichtboden den Blick auf das dekorierte Automatikwerk in Elaboré-Qualität frei.
Das passt gut zur ansonsten sehr geradlinigen Gestaltung. Während auf der Vorderseite Ablesbarkeit und das klassische Typ-A-Design im Mittelpunkt stehen, darf auf der Rückseite die Mechanik sichtbar werden. Die Dekoration verleiht dem Werk dabei eine zusätzliche optische Tiefe, ohne dass die Stuttgart PRO ihren funktionalen Grundcharakter verliert.
Fazit: Grün steht der klassischen Fliegeruhr
Die Stuttgart PRO zeigt im Hands-On vor allem eines: Ein etabliertes Design braucht nicht viel Veränderung, um eine andere Wirkung zu entfalten. Laco lässt die klassische Fliegeruhren-Gestaltung weitgehend unangetastet und setzt mit dem grünen Zifferblatt genau dort an, wo sich Charakter hinzufügen lässt, ohne die Identität der Uhr zu verändern.
Besonders in der 40-Millimeter-Ausführung wirkt das Ergebnis angenehm ausgewogen. Das Grün sorgt für Eigenständigkeit, das gebürstete Gehäuse hält sich dezent zurück und die beiden Armbänder zeigen, wie vielseitig die Stuttgart PRO auftreten kann. Am Edelstahlband etwas moderner, am dunkelbraunen Nietlederband deutlich klassischer.
Damit bleibt die Stuttgart PRO in erster Linie das, was sie sein soll: eine klar gezeichnete Fliegeruhr mit starken historischen Wurzeln. Das neue Grün gibt ihr eine etwas andere, ausgesprochen sympathische Note.
Unsere Variante haben wir unabhängig über den Laco-Konfigurator zusammengestellt. Die Stuttgart PRO lässt sich dort in verschiedenen Details an den persönlichen Geschmack anpassen – unter anderem bei Größe, Zifferblatt, Gehäuse, Glas, Uhrwerk und Armband. So entstand auch die Kombination, die in unserem Hands-On zu sehen ist.

Unsere Konfiguration mit 40-Millimeter-Gehäuse, grünem Typ-A-Zifferblatt, FL23883-Gravur, dekoriertem Automatikwerk in Elaboré-Ausführung, Saphirglas-Sichtboden, innen und außen entspiegeltem Frontglas sowie Edelstahlarmband liegt bei 1.440 Euro. Zusätzlich haben wir die Stuttgart PRO mit dem dunkelbraunen Lederband mit Nieten und Faltschließe (+ 60€ im Konfigurator) getragen.
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