Hublot × Jeff Koons: Balloon Dog und MP-14 Origin übersetzen Kunst in Uhrmacherei

Aufgeblasene Formen und ein durchsichtiges mechanisches Universum: Für seine Zusammenarbeit mit Hublot überträgt Jeff Koons zwei seiner künstlerischen Motive auf das Handgelenk. Die Classic Fusion Balloon Dog greift die pralle Oberfläche seiner Ballonfiguren auf. Die MP-14 Origin führt dagegen um ein zentrales Tourbillon durchsichtige Schichten, Edelsteine und ringförmige Anzeigen zusammen.

Classic Fusion Balloon Dog: die Form wird weich

Hublot Classic Fusion Balloon Dog – Rot, Blau und Silber
Classic Fusion Balloon Dog in Rot, Blau und Silber. © Hublot

Koons’ Balloon Dog gehört zur Werkgruppe „Celebration“. Die monumentale Skulptur überführt den flüchtigen Eindruck eines geknoteten Ballons in polierten Edelstahl. Bei der Uhr kehrt Hublot die Wahrnehmung ähnlich um: Das Metallgehäuse erscheint durch seine gerundeten Konturen fast weich. Auch Zeiger und Indizes nehmen die aufgepolsterte Form auf. Ein kleiner dekorativer Kautschukfortsatz bei etwa halb elf erinnert an den Ballonschwanz; das Gegengewicht des Sekundenzeigers zitiert den Hund.

Das Gehäuse misst 42 Millimeter und ist elf Millimeter hoch. Die roten und blauen Ausführungen bestehen aus poliertem, eloxiertem Aluminium, die silberne aus Edelstahl. Die farbigen Modelle verbinden Kautschukbänder mit metallisch wirkenden Ledereinsätzen; bei der silbernen Variante ist der Einsatz aus einem metallisch wirkenden Polymer gefertigt. Die Wasserdichtheit beträgt 50 Meter.

Das automatische Kaliber HUB1710 arbeitet mit vier Hertz und bietet rund 50 Stunden Gangreserve. Jede der drei Farbvarianten ist auf 200 Exemplare begrenzt. Hublot nennt einen Preis von jeweils 24.600 Euro. Die Besonderheit liegt hier weniger in einer zusätzlichen Komplikation als in der konsequenten Übertragung der skulpturalen Form auf die gesamte Uhr.

MP-14 Origin: Tourbillon unter einer blauen Kuppel

Die MP-14 Origin nimmt Koons’ „Gazing Ball“-Arbeiten als Ausgangspunkt. Eine blaue, durchscheinend lackierte Saphirglaskuppel sitzt über dem zentralen Tourbillon. Darum ordnen sich vier Ringe aus Weißgold. Zwei drehen sich als Stunden- und Minutenanzeigen, zwei tragen feststehende Skalen. Rote und graue Markierungen machen die Zeitinformation innerhalb der räumlichen Komposition erkennbar.

Die vier Ringe sind mit insgesamt 202 Edelsteinen von rund 2,6 Karat besetzt. Blaue Saphire strukturieren die Stunden- und Viertelstundenpositionen. Das achteckige Gehäuse aus Saphirglas und Titan ist 44 Millimeter breit und 20 Millimeter hoch. Ein integriertes Armband aus Saphirglas mit Titanschrauben verlängert die Transparenz über das Gehäuse hinaus; die Faltschließe besteht aus Titan. Die Uhr ist bis 30 Meter wasserdicht.

594 Teile und ein freies Zentrum

Im Inneren arbeitet das automatische Manufakturkaliber HUB9014. Seine periphere Schwungmasse hält den Blick auf das Zentrum frei. Das Werk mit zentralem Tourbillon besteht aus 594 Teilen, schwingt mit drei Hertz und erreicht rund 60 Stunden Gangreserve. Verdeckte Bedienfunktionen für Aufzug und Zeiteinstellung unterstützen den geschlossenen skulpturalen Eindruck.

Von der MP-14 Origin entstehen 30 Exemplare zum Preis von 479.000 Euro. Zusammen zeigen die beiden Modelle die Spannweite der Kooperation: Die Classic Fusion verändert eine vertraute Uhr über ihre Form, während die MP-14 eine eigene mechanische Architektur um das künstlerische Motiv herum entwickelt.

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