Geneva Watch Days 2026 – Update
Ausstellungen, Führungen und das Programm im Pavilion
Die Geneva Watch Days 2026 nehmen weiter Gestalt an. Nachdem wir bereits über das dezentrale Konzept, die 71 teilnehmenden Marken und das Programm der Fondation Dominique Renaud berichtet haben, liegt nun die ausführliche Agenda für Besucher vor.
Im Mittelpunkt des Updates stehen eine neue Ausstellung in der Blue Box, geführte Begegnungen mit ausgewählten Uhren, persönliche Empfehlungen und mehrere öffentliche Diskussionsformate. Die Geneva Watch Days entwickeln sich damit noch stärker zu einem Erlebnis, bei dem sich zeitgenössische Uhrmacherei nicht nur betrachten, sondern unmittelbar entdecken lässt.
Unseren ersten Überblick über die Veranstaltung lesen Sie hier: Geneva Watch Days 2026: Offene Türen in der Hauptstadt der Haute Horlogerie.

Eine zusätzliche Ausstellung in der Blue Box
Eine der wichtigsten Ergänzungen des diesjährigen Programms ist die Ausstellung „Air, Earth, Fire, Water: 4 Elements in Time“. Sie findet in der Blue Box statt, die sich in unmittelbarer Nähe des Main Pavilion an der Rotonde du Mont-Blanc befindet.
Mehr als 130 ausgewählte Uhren werden dort vier elementaren Themenwelten zugeordnet: Luft, Erde, Feuer und Wasser. Diese Zahl bezieht sich ausschließlich auf die kuratierte Ausstellung in der Blue Box. Hinzu kommen die Neuheiten und Kollektionen, welche die 71 teilnehmenden Häuser in ihren Boutiquen, Hotels, Showrooms und weiteren Präsentationsräumen zeigen.
Die Einteilung nach den vier Elementen eröffnet einen Zugang, der über Marken und technische Kategorien hinausgeht. Sie rückt gestalterische Ideen, Materialien und unterschiedliche Einsatzwelten in den Mittelpunkt und macht Verbindungen zwischen Uhren sichtbar, die auf den ersten Blick aus vollkommen verschiedenen Welten stammen.
Uhren aus nächster Nähe erleben
Ergänzt wird die Ausstellung durch das öffentliche Format „30 Minutes, Watch in Hand“. Von Donnerstag bis Samstag führen vier thematische Rundgänge im Abstand von jeweils 30 Minuten durch die Ausstellung. Sie finden zwischen 14.00 und 16.00 Uhr statt.
Am Sonntag wird daraus „40 Minutes, Watch in Hand“: Zwei Führungen beginnen um 14.00 beziehungsweise 14.40 Uhr und dauern zusammen bis 15.20 Uhr. Die Führungen sollen Besuchern einen näheren Blick auf Materialien, Proportionen, Verarbeitung und gestalterische Details ermöglichen.
Die Ausstellung in der Blue Box ist am Donnerstag, Freitag und Samstag von 10.30 bis 18.00 Uhr sowie am Sonntag von 10.30 bis 16.00 Uhr öffentlich zugänglich. Der Besuch ist kostenlos.
Persönliche Empfehlungen aus 71 Präsentationen
Bei 71 teilnehmenden Marken und einer entsprechend großen Zahl neuer Modelle fällt die Orientierung nicht immer leicht. Einen persönlichen Weg durch diese Vielfalt bietet das Format „The Emmanuel’s Picks, Watch Review“ im Pavilion.
Der Branchenexperte Emmanuel Schneider stellt dabei Uhren vor, die ihm unter den Präsentationen besonders aufgefallen sind. Im Mittelpunkt stehen interessante Konstruktionen, handwerkliche Details, technische Lösungen und überzeugende Gestaltungsideen.
Die öffentlichen Termine sind am Donnerstag von 10.30 bis 11.00 Uhr, am Freitag von 12.00 bis 12.30 Uhr sowie am Samstag und Sonntag jeweils von 10.30 bis 11.00 Uhr angesetzt.
Diskussionen über die Zukunft der Uhrmacherei
Auch das Gesprächsprogramm im Pavilion wurde inzwischen konkretisiert. In mehreren öffentlichen Runden diskutieren Vertreter der Branche über Fragen, die Hersteller, Händler und Sammler gleichermaßen beschäftigen.
Am Donnerstag steht unter dem Titel „Watchmakers vs Movement Constructors“ das Verhältnis zwischen Uhrmachern und spezialisierten Uhrwerkskonstrukteuren zur Debatte. Das Symposium wird von Revolution moderiert. Im Anschluss folgt von 15.00 bis 17.00 Uhr die bereits angekündigte zweite Ausgabe von „Amplitude“. Thomas Hertog, Janna Levin, Katie Mack und der Physik-Nobelpreisträger Didier Queloz diskutieren darüber, ob Zeit tatsächlich existiert oder durch unsere Wahrnehmung geformt wird. Moderiert wird das englischsprachige Gespräch von Louise Ekland.
Am Freitag fragt „Desirability: The Brand or the Product?“, wodurch die Begehrlichkeit einer Uhr heute entsteht. Am Samstag hinterfragt „Beyond Gender“ die klassische Einteilung von Uhren nach Geschlechtern. Den Abschluss bildet am Sonntag „The Great Polarisation“ über das Spannungsfeld zwischen großen Luxuskonzernen und unabhängigen Marken.
Ein Pavilion zum Mitmachen
Neben den Diskussionsrunden bietet der Pavilion weitere Formate. Dazu gehört die CaliberShip Challenge, bei der 20 Teilnehmer – unterstützt von Schülerinnen und Schülern der Genfer Uhrmacherschule – mechanische Sellita-Uhrwerke regulieren. Anschließend werden die Ergebnisse durch den Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres, kurz COSC, bewertet.
Ergänzt wird das Programm unter anderem durch öffentliche Tribünen, Quizformate, Podcasts, einen Brunch der Fondation Haute Horlogerie und Angebote für die nächste Generation. Einige weitere Programmpunkte, darunter die Power Breakfasts und Teile der Collectors’ Lounge, sind nur auf Einladung oder nach vorheriger Anmeldung zugänglich.

Die Veranstaltung wird in der Stadt sichtbar
Das dezentrale Konzept bleibt das zentrale Merkmal der Geneva Watch Days. Die 71 Häuser präsentieren sich nicht an einem einzigen Ort, sondern verteilen sich über Boutiquen, Hotels, Suiten und Showrooms in Genf.
Damit Besucher die einzelnen Stationen leichter finden, werden die teilnehmenden Präsentationsorte mit Geneva-Watch-Days-Stelen gekennzeichnet. Fahnen an der Mont-Blanc-Brücke und am Bahnhof Cornavin machen die Veranstaltung bereits bei der Ankunft sichtbar. Während der Woche sollen zudem Fahrradtaxis in der Innenstadt unterwegs sein.
Alle 71 teilnehmenden Marken
Akhor, Alpina, Alto, Amida, Artisans de Genève, BA111OD, Beaubleu, Beauregard, Beda’a, Behrens, Bell & Ross, Bianchet, Bimbu, Breitling, Bremont, Bvlgari, Byrne, Cédric Johner, Claude Meylan, Corum, Czapek, Daniel Roth, David Candaux, De Bethune, Dennison, DOXA, Emmanuel Bouchet, Fears, Ferdinand Berthoud, Frédérique Constant, Furlan Marri, Gallet, Gérald Genta, Gerald Charles, Girard-Perregaux, Greubel Forsey, Hautlence, Kerbedanz, Keris, Konstantin Chaykin, Krayon, L. Leroy, Laurent Ferrier, L’Épée, Lederer, Linde Werdelin, Louis Erard, Louis Moinet, Massena Lab, Maurice Lacroix, Mauron Musy, MB&F, MicroMilSpec, Ming, NAOYA HIDA & Co., Oris, Otsuka Lotec, Perrelet, Phillips, Renaud Tixier, Réservoir, Singer Reimagined, Speake-Marin, Stollenwurm SA, Trilobe, Tutima, Unimatic, Universal Genève, Urwerk, Zenith und MARLI New York.
Mehr Programm, mehr Begegnung
Das konkretisierte Programm ergänzt die Präsentationen der 71 Marken um gemeinsame Erlebnisse. Die Blue Box bündelt mehr als 130 ausgewählte Uhren in einer eigenen Ausstellung, während Führungen, Expertenempfehlungen und Gesprächsrunden unterschiedliche Zugänge zur Uhrmacherei eröffnen.
Damit bleiben die Geneva Watch Days ihrem ursprünglichen Gedanken treu: Die Branche öffnet ihre Türen und bringt Hersteller, Uhrmacher, Händler, Sammler und interessierte Besucher miteinander ins Gespräch.
Die Geneva Watch Days finden vom 2. bis 6. September 2026 in Genf statt. Das vollständige und laufend aktualisierte Programm ist in der offiziellen Agenda abrufbar.






