Swatch Group im 1. Halbjahr 2026: Umsatz rauf, Gewinn runter

Die Swatch Group verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 ein starkes Umsatzwachstum.

Das Umsatzwachstum der Swatch Group in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres betrug 8,5 Prozent zu konstanten Wechselkursen beziehungsweise 2 Prozent zu aktuellen Wechselkursen gegenüber dem Vorjahreszeitraum und belief sich auf 3,12 Milliarden CHF.

Der Gewinn der Swatch Group ging allerdings im ersten Halbjahr 2026 weiter zurück und blieb deutlich hinter den Markterwartungen zurück. Der Betriebsgewinn (EBIT) schrumpfte in den ersten sechs Monaten um knapp ein Viertel auf 52 Millionen CHF. Nach Bekanntgabe der Halbjahreszahlen am Dienstag (21. Juli) verlor die Aktie zeitweise mehr als 8 Prozent an Wert.

Uhren & Schmuck wachsen weltweit

Das Segment Uhren & Schmuck (ohne Produktion) verzeichnete einen Umsatzanstieg von 9,5 Prozent zu konstanten Wechselkursen, der auf allen Kontinenten erzielt wurde. In den USA wuchs der Umsatz um 27 Prozent. Auch nahezu alle europäischen Märkte entwickelten sich positiv, darunter Spanien (+28 %) und Italien (+12 %). In Asien und Ozeanien stiegen die Verkäufe ebenfalls, insbesondere in Japan (+20 %), Südkorea (+12 %) und Australien (+5 %). Überdurchschnittlich entwickelte sich zudem das Geschäft in Wachstumsmärkten wie Indien (+38 %), Mexiko (+26 %) und Saudi-Arabien (+41 %).

Vertriebskanäle

Die Swatch Group erzielte deutliche Zuwächse in ihren eigenen Boutiquen. Der Umsatz stieg bei einer vergleichbaren Anzahl von Boutiquen um 18 Prozent zu konstanten Wechselkursen. Mittlerweile wird nahezu die Hälfte des Umsatzes im Segment Uhren & Schmuck über diesen Vertriebskanal erzielt. Die Online-Umsätze legten zu konstanten Wechselkursen um 30 Prozent zu.

Marken

Omega erzielte im eigenen Retail-Geschäft ein Wachstum von 20 Prozent zu konstanten Wechselkursen. Der Anteil des eigenen Vertriebs am Gesamtumsatz der Marke liegt inzwischen bei 42 Prozent. Dies führt die Swatch Group unter anderem auf ihre Marketinginvestitionen zurück – insbesondere auf ihre Rolle als offizieller Zeitnehmer der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina. Auch Longines, Tissot und Hamilton verzeichneten nach Angaben der Swatch Group zweistellige Wachstumsraten.

Audemars Piguet x Swatch Royal Pop

Trotz geteilter Meinungen innerhalb der Uhren-Community bewertet die Swatch Group das Kooperationsmodell „Royal Pop“ von Audemars Piguet und Swatch als Erfolg. Nach Unternehmensangaben überstieg die Nachfrage das Angebot von Beginn an deutlich. Darüber hinaus habe die Markteinführung innerhalb kurzer Zeit mehr als 25 Milliarden Aufrufe in den sozialen Medien generiert. Zudem seien auch die Verkäufe der Modelle MoonSwatch und Scuba Fifty Fathoms gestiegen. swatchgroup.com

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