Chrono24: Royal Pop-Hype flacht ab
Aktuelle Daten von Chrono24 zeigen, dass sich nach dem anfänglichen Hype zwei Wochen nach Verkaufsstart die Euphorie auf dem Pre-owned-Marktplatz rund um die „Royal Pop“ von Audemars Piguet x Swatch bereits wieder abflacht.
Daten von Chrono24 zeigen, dass die durchschnittlichen Wiederverkaufspreise von rund 1.440 € in den ersten Tagen auf heute knapp unter 1.000 € für die meisten Varianten gefallen sind, bei einem Ladenpreis von 385 beziehungsweise 400 €.
Gemessen am Ladenpreis wird die Bewegung noch deutlicher: Am ersten Handelstag wechselte die „Royal Pop“ zum rund 5,5-fachen ihres Ladenpreises den Besitzer, dem höchsten Aufschlag des gesamten Zeitraums, und liegt zwei Wochen später bei unter dem Doppelten.

Royal Pop verkauft sich weiterhin über Ladenpreis
Balazs Ferenczi, Head of Brand Engagement bei Chrono24, erläutert: „Am teuersten war die ‚Royal Pop‘ am ersten Wochenende, als die Nachfrage am höchsten war. Dieser Aufschlag ist heute weitgehend verschwunden. Geblieben ist eine Uhr, die sich immer noch über dem Ladenpreis verkauft, aber zu einem Preis, der für jemanden passt, der sie wirklich tragen will.“
Die Nachfrage hat ihren Höhepunkt hinter sich
Die Kaufanfragen haben laut Chrono24 seit dem Verkaufsstart nachgelassen. Auf dem Höhepunkt erreichten die täglichen Anfragen das 2,9-Fache des höchsten Werts, den die „MoonSwatch“ jemals im März 2022 erzielt hatte. Zwei Wochen später liegen sie noch beim rund 1,4-Fachen dieses Werts.
Der anfängliche Ansturm ist vorbei, doch das Interesse an der „Royal Pop“ liegt weiterhin über allem, was eine Swatch-Kollaboration zuvor erreicht hatte.

Chrono24: Weniger neue Inserate
Die Preise der ersten Tage entstanden durch eine außergewöhnlich hohe Nachfrage bei gleichzeitig knappem Angebot. Mit der nachlassenden Nachfrage sind die Preise gefallen, und parallel dazu hat sich auch der Zustrom neuer Inserate verlangsamt.
In den ersten Tagen inserierten Verkäufer die „Royal Pop“ fast doppelt so häufig wie seinerzeit die „MoonSwatch“ im Jahr 2022. Zwei Wochen später liegt dieser Zustrom mehr als 80 Prozent unter dem Höchstwert der ersten Tage.

Royal Pop: Ein bekanntes Muster
Jede bisherige Swatch-Kollaboration ist einer ähnlichen Kurve gefolgt: ein steiler Ausschlag zum Marktstart, gefolgt von einigen Wochen der Abkühlung, während das Angebot aufholt und die ersten Wiederverkäufer ihre Bestände abverkaufen.
Die „Royal Pop“ folgt diesem Muster. Die schwarze Referenz, in den ersten Tagen die meistgefragte Variante, ist auch heute die meistgehandelte – sowohl bei den Anfragen als auch bei den abgeschlossenen Verkäufen.
Auch ein Detail wiederholt sich aus dem Jahr 2022: Die blaue „Làn Bà“ wird weiterhin für rund 1.600 Euro gehandelt, während sich die übrigen Modelle der Kollektion auf einem niedrigeren Niveau eingependelt haben. Ähnlich verhielt es sich bei der „Mission to Neptune“, die nach dem Start der „MoonSwatch“ ebenfalls deutlich teurer blieb als die übrigen Modelle.
Über die „Royal Pop“ hinaus: Farbige Uhren treffen den Zeitgeist
Die „Royal Pop“ erscheint in acht kräftigen Farben und trifft damit auf einen Pre-owned-Markt, der sich seit Jahren in genau diese Richtung entwickelt.
2018 hatte rund jede sechste auf Chrono24 verkaufte Uhr ein farbiges Zifferblatt. Heute ist es bereits etwa jede vierte. Der Anteil ist in den vergangenen fünf Jahren um rund 16 Prozent gestiegen.
Blau ist mit deutlichem Abstand die beliebteste Zifferblattfarbe. Gleichzeitig haben Grün und Pink im selben Zeitraum stark an Bedeutung gewonnen.

Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend an beiden Enden des Marktes. Im Einstiegssegment, in dem die „Royal Pop“ positioniert ist, sind farbige Zifferblätter längst etabliert – etwa bei beliebten Linien wie der „Presage“ von Seiko, der „Aquis“ von Oris oder der „Sub“ von Doxa.
Im oberen Preissegment sind sie ebenso fest verankert und prägen Ikonen wie die „Nautilus“ von Patek Philippe oder die „Overseas“ von Vacheron Constantin.
Audemars Piguet hat diesen Trend in dieser Woche erneut unterstrichen und am 2. Juni sechs neue, farbenfrohe „Royal Oak Offshore Selfwinding“-Chronographen vorgestellt – in Türkis, Gelb, Orange und Pink.






