Uhren-News kompakt: Fußball, Naturstein und venezianisches Licht
Die aktuellen Uhrenneuheiten verbinden drei sehr unterschiedliche Welten: Hublot begleitet den Start der UEFA Champions League mit einer limitierten Big Bang, Perrelet macht vier Natursteine zum Mittelpunkt der Weekend-Kollektion und Jaeger-LeCoultre überträgt das venezianische Licht von J. M. W. Turner auf die Rückseiten der Reverso.
Hublot Big Bang Reloaded: Blau für die Champions League
Seit 2015 ist Hublot offizielle Uhrenmarke der UEFA Champions League. Zum Beginn der Saison 2026/27 erscheint nun die achte Uhr aus dieser Partnerschaft. Die Big Bang Reloaded UEFA Champions League Titanium Ceramic übernimmt das Blau des Wettbewerbs für Lünette, Zifferblatt, Gehäuseboden und Armband.

Das 44 Millimeter große Gehäuse besteht aus satiniertem und poliertem Titan. Eine Lünette aus Titan und blauer Keramik rahmt das skelettierte, mattblaue Zifferblatt. Durch den Saphirglasboden mit Champions-League-Logo bleibt das automatische Manufakturkaliber HUB1280 sichtbar. Der Flyback-Chronograph mit Säulenrad besteht aus 354 Komponenten und bietet rund 72 Stunden Gangreserve.
Das Band kombiniert blauen Kautschuk mit weißem, sternbedrucktem Kalbsleder. Die bis 100 Meter wasserdichte Uhr wird zusammen mit einer Miniatur der Champions-League-Trophäe ausgeliefert. Sie ist auf 100 Exemplare limitiert und ab sofort erhältlich; einen Preis nennt die Mitteilung nicht.
Perrelet Weekend Stone Dials: Vier Zifferblätter aus Naturstein
Perrelet erweitert die Weekend-Kollektion um Zifferblätter aus Türkis, Lapislazuli, schwarzem Onyx und Tigerauge. Nach Aventurin und Malachit wächst die Linie damit um vier Steine, deren natürliche Einschlüsse und Zeichnungen jedes Zifferblatt leicht unterschiedlich erscheinen lassen.




Polierte Stabindizes, Dauphinezeiger und eine zurückhaltende Datumsanzeige lassen den Steinen den gestalterischen Vorrang. Das Edelstahlgehäuse misst 39 Millimeter und geht in ein integriertes Stahlband über. Zusätzlich gehört ein Kalbslederband mit Schnellwechselsystem zum Lieferumfang.
Durch den Saphirglasboden ist das automatische Kaliber P-321 sichtbar. Es arbeitet mit vier Hertz und bietet eine Gangreserve von 42 Stunden. Die Modelle sind über autorisierte Händler sowie in Europa und den USA über den Onlineshop der Marke erhältlich. Preise wurden nicht mitgeteilt.
Jaeger-LeCoultre Reverso Turner Series: Venedig in Emaille
Jaeger-LeCoultre kehrt im September zur Homo Faber Biennale nach Venedig zurück. Die vierte Ausgabe der Ausstellung widmet sich unter dem Titel „An Island of Light“ dem zeitgenössischen Kunsthandwerk. Vom 1. bis 30. September werden auf San Giorgio Maggiore Arbeiten von mehr als 500 Kunsthandwerkern aus über 70 Ländern gezeigt.

Für diesen Rahmen hat die Manufaktur vier Reverso Tribute Enamel geschaffen, deren Rückseiten Gemälde von Joseph Mallord William Turner zeigen. Der britische Künstler besuchte Venedig 1819, 1833 und 1840. Weniger die exakte Architektur als das wechselnde Verhältnis von Licht, Wasser und Atmosphäre wurde zum zentralen Thema seiner venezianischen Arbeiten.
Die Miniaturen entstehen im hauseigenen Atelier Métiers Rares. Rund 80 Arbeitsstunden sind pro Uhr erforderlich. Bis zu 14 Schichten Emaille erzeugen Tiefe und Perspektive; Silberplättchen unter transparentem Emaille verstärken die Lichtreflexe auf dem dargestellten Wasser. Die Vorderseiten greifen die Farbwelt der jeweiligen Gemälde mit handguillochierten Mustern und transluzentem Grand-Feu-Emaille auf.
Im rechteckigen Gehäuse arbeitet das speziell für die Reverso entwickelte Handaufzugskaliber 822. Das knapp drei Millimeter hohe Werk läuft mit drei Hertz und bietet 42 Stunden Gangreserve. Jede der vier Ausführungen ist auf zehn Exemplare limitiert. Der Preis beträgt in Deutschland jeweils 155.000 Euro.
Homo Faber als Rahmen für seltene Gewerke
Die Turner-Serie ist Teil eines größeren Auftritts der Manufaktur bei Homo Faber. Neben den Reverso-Modellen zeigt Jaeger-LeCoultre eine neue Farbvariante der Atmos Régulateur Enamel „Colibris“, deren Emaillearbeiten rund 230 Stunden beanspruchen, sowie Werke aus dem seit 2023 unterstützten Homo Faber Fellowship.
Der Bezug zur Biennale ist damit mehr als eine Kulisse für vier Sondermodelle. Er verbindet die auf den Reverso-Rückseiten sichtbaren Techniken mit der Frage, wie seltene handwerkliche Fähigkeiten bewahrt und an eine nächste Generation weitergegeben werden können.






